Der Dünningsbruch ist ein einzigartiges Stück Natur in Hagen – ein grünes Band aus Wiesen, alten Bäumen, Feuchtgebieten und Hecken, das sich als Rückzugsort für Tiere, Pflanzen und Menschen über Jahrzehnte erhalten hat. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner ist der Dünningsbruch mehr als nur eine Fläche: Er ist ein lebendiger Naherholungsraum, ein Ort der Stille, der Begegnung und der Verwurzelung.
In einer Zeit, in der Städte unter den Folgen von Flächenversiegelung, Artenverlust und Überhitzung leiden, bietet der Dünningsbruch genau das, was urbanen Räumen zunehmend fehlt: Frische Luft, ökologische Vielfalt und Raum zum Atmen.
🧭 Wo liegt der Dünningsbruch?
Der Dünningsbruch liegt in Hagen, klar umrissen durch vier markante Begrenzungen: die Autobahn A46/A45, die Feithstraße, der Haferkamp und die Berchumer Straße. Direkt gegenüber dem Campus der Fachhochschule Südwestfalen an der Haldener Straße 182. Wer auf dem dazugehörigen Parkplatz der Fachhochschule parkt, steht bereits unmittelbar an der Grenze zum Dünningsbruch – ein paar Schritte führen unmittelbar in diese grüne Fläche.
Das Gebiet umfasst rund 51 Hektar mit Wiesen, Gehölzflächen und einem besonders artenreichen Eichen-Hainbuchenwald mit Feuchtstellen und Tümpeln. Es zählt zu den letzten größeren zusammenhängenden Freiflächen in Innenstadtnähe – ein Rückzugsraum für Mensch und Tier und ein wertvoller Bestandteil des Stadtbildes.
Das Gelände bietet Raum für Naturbeobachtung, Erholung und stille Rückzugsorte – direkt angrenzend an dicht besiedelte Wohngebiete, Bildungseinrichtungen und Verkehrsknotenpunkte. Gerade diese Lage macht seinen Wert aus: als grüne Lunge, als Naherholungsraum und als ökologisch bedeutsame Zone im Stadtgefüge.
Der Dünningsbruch ist nicht nur eine freie Fläche auf der Karte – er ist ein Stück Natur, das heute schon wirkt und für morgen bewahrt werden sollte.

⚠️ Warum ist der Dünningsbruch in Gefahr?
Der Dünningsbruch ist in Gefahr, weil konkrete Pläne zur Umnutzung und Bebauung einzelner Teilflächen existieren – insbesondere im Zusammenhang mit dem Neubau einer Gesamtschule durch die Stadt Hagen. Was auf den ersten Blick nach einem sinnvollen Infrastrukturprojekt klingt, bringt jedoch tiefgreifende und langfristige Eingriffe in ein wertvolles Natur- und Freiraumgefüge mit sich.
Die Gefahren im Überblick:
Irreversibler Eingriff in die Stadtstruktur:
Ist die Fläche erst einmal bebaut, ist sie dauerhaft verloren. Die Stadt verliert nicht nur Natur, sondern auch ein Stück Lebensqualität und Zukunftsvorsorge.
Flächenversiegelung und Naturverlust:
Die geplante Bebauung würde einen erheblichen Teil des gewachsenen Landschaftsraums zerstören – mitsamt wertvollem Baumbestand, Feuchtstellen und Lebensräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Zerschneidung eines gewachsenen Naturraums:
Schon jetzt wird der Dünningsbruch durch Wege und Straßen eingegrenzt. Eine zusätzliche Bebauung würde das Gebiet weiter zerschneiden – ökologisch, optisch und funktional.
Verlust klimatischer Funktionen:
Der Dünningsbruch wirkt wie eine grüne Klimaanlage für angrenzende Wohnquartiere. Er speichert Wasser, filtert Luft und puffert Hitze. Diese Funktionen lassen sich durch Neubauten nicht ersetzen.
Druck auf Infrastruktur und Verkehr:
Die Zufahrtswege (Feithstraße, Berchumer Straße, Haferkamp) sind bereits heute belastet. Eine neue Großnutzung verschärft die Verkehrs- und Lärmsituation – insbesondere für Anwohner.
🛑Warum das jetzt wichtig ist
Der Dünningsbruch ist keine „freie Reservefläche“, sondern ein gewachsener Raum mit Bedeutung für das gesamte Umfeld. Seine Zerstörung wäre ein Verlust, den man später nicht mehr rückgängig machen kann – weder ökologisch noch städtebaulich. Wer heute handelt, entscheidet über das Stadtbild von morgen.
💚 Was wir fordern
Kein Bau im Dünningsbruch – Erhalt des gesamten Gebiets als zusammenhängende Natur- und Freifläche.
Stopp der laufenden Planungen, bis eine vollumfängliche und transparente Alternativenprüfung erfolgt ist.
Berücksichtigung ökologischer, klimatischer und städtebaulicher Aspekte bei jeder weiteren Entscheidungsfindung.
Beteiligung der Öffentlichkeit – Anwohner:innen, Fachleute und Initiativen müssen in den Prozess einbezogen werden.
Erarbeitung eines nachhaltigen Nutzungskonzepts für den Dünningsbruch – z. B. als Bildungs- und Naherholungsraum für alle Generationen.
Der Dünningsbruch darf nicht stillschweigend geopfert werden – er ist Teil unserer Stadtidentität und verdient Schutz statt Versiegelung.
Wir setzen uns für den dauerhaften Erhalt des Dünningsbruch ein. Er soll Naturraum bleiben – für uns, für unsere Kinder und für kommende Generationen. Die geplante Bebauung lehnen wir entschieden ab.
#LebensraumDünningsbruch
Weil Natur keine Lobby hat – aber Menschen, die sie schützen.
