🌿 Lebensraum Dünningsbruch
Für Natur. Für Menschen. Für Hagen.
Im Hagener Stadtteil Eppenhausen ist die Errichtung einer sechs- bzw. fünfzügigen Gesamtschule mit Dreifeldsporthalle geplant. Grundlage ist das Bebauungsplanverfahren Nr. 4/24 (719), das derzeit in der politischen Beratung und Öffentlichkeitsbeteiligung steht. Das geplante Baugelände liegt im Bereich des Dünningsbruchs, einer überwiegend naturbelassenen Fläche mit Grünland, Gehölzstrukturen und angrenzender Eichenallee. Die Fläche erfüllt wichtige landschaftsökologische Funktionen und grenzt direkt an einen geschützten Landschaftsbestandteil.
Ziel dieser Webseite ist es, die wesentlichen Informationen zum Bauvorhaben zugänglich zu machen, planungsrelevante Dokumente zu analysieren und zentrale Aspekte einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Dabei geht es insbesondere um Fragen der Standortwahl, Flächeninanspruchnahme, naturschutzrechtlichen Belange und städtebaulichen Einordnung.
Wichtig: Der akute Bedarf an Schulplätzen wird nicht in Frage gestellt – und auch nicht die Schulform Gesamtschule. Im Gegenteil: Wir sehen den dringenden und akuten Handlungsbedarf und unterstützen den Ausbau schulischer Angebote.
Dennoch: Es geht um das Wie, Wo und Wann. Eine Schule, die erst 2031 fertig ist, löst kein akutes Problem – und ein Standort wie der Dünningsbruch wirft ökologische und städtebauliche Fragen auf, die offen diskutiert werden müssen. JETZT!
Jetzt direkt beteiligen und Einfluss auf das Projekt nehmen!
Sie Stadt Hagen lädt zu einer Bürgeranhörung ein, um über Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen des Bebauungsplanes zu unterrichtet.
Alle Unterlagen liegen auch im Rathaus aus. Stellungnahmen sind bis 23.04.26 möglich.
Warum der Dünningsbruch für die Bebauung nicht geeignet ist:
- Nicht tragfähig: Der Boden ist dauerhaft feucht, das Grundwasser steht hoch – frühere Bauprojekte sind daran gescheitert.
- Klimatisch unverantwortlich: Das Gelände ist Teil einer Frischluftschneise – laut städtischem Konzept eigentlich tabu für Bebauung.
- Keine sichere Erschließung: Engstellen, fehlende Gehwege, unklare Verkehrsführung – die Infrastruktur reicht nicht aus.
- Lärmkonflikte vorprogrammiert: Keine Abstandsflächen, kein Platz für Schallschutz – direkte Nachbarschaft zu Wohnhäusern und Pflegeheim.
- Barrieren statt Teilhabe: Die Hanglage verhindert barrierefreie Zugänge – ein Verstoß gegen geltende DIN-Vorgaben.
- Visualisierung statt Realität: Was grün erscheint, müsste erst aufgeschüttet, entwässert und neu angelegt werden.
- Politisch beschlossen, fachlich fragwürdig: Wohnbebauung im Osten wurde mit beschlossen – aber öffentlich nie benannt.
- Alternativen vorhanden – aber nicht geprüft: Andere Standorte sind besser erschlossen, konfliktärmer und sofort verfügbar.
Stellungnahme und Eindrücke vom BUND Kreisgruppe Hagen
👉 Fordern Sie eine offene, sachliche Neubewertung der Standortwahl – im Sinne der Kinder, der Stadtentwicklung und der Umwelt.
Ihre Stimme zählt!
Bitte den Einwohnerantrag unterschreiben und im Original an:
Lebensraum Dünningsbruch
Roggenkamp 8 | 58095 Hagen
Bei Fragen: kontakt@duenningsbruch.de
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Direkt zu den offiziellen Dokumenten
Das Informationssystem ALLRIS der Stadt Hagen (https://allris.hagen.de/public/tr010) dient der transparenten Bereitstellung kommunalpolitischer Unterlagen und Entscheidungen für die Öffentlichkeit. Es ermöglicht den Zugriff auf Sitzungskalender, Beschlussvorlagen, Protokolle und Anlagen aus den Gremien der Stadt – wie z. B. Rat, Ausschüsse oder Bezirksvertretungen. Bürger*innen können dort recherchieren, welche Themen aktuell beraten oder beschlossen wurden, und erhalten Einsicht in die zugrunde liegenden Dokumente – etwa zu Bebauungsplänen, Infrastrukturmaßnahmen oder haushaltsrelevanten Entscheidungen. Auch das Bebauungsplanverfahren Nr. 4/24 (719) Gesamtschule Dünningsbruch ist hier vollständig dokumentiert. Das System ist ein wichtiges Werkzeug zur nachvollziehbaren und überprüfbaren kommunalen Entscheidungsfindung.
Zu viele Fragen, zu wenig Antworten
Der Wunsch nach einer neuen Gesamtschule ist nachvollziehbar – der Standort „Im Dünningsbruch“ ist es nicht.
Unsere Analyse zeigt: Was in der Planung zunächst plausibel wirkt, hält einer genaueren Prüfung nicht stand. Die Fläche ist zu klein, zu steil, zu sensibel. Die Verkehrserschließung ist unklar, der Parkplatz schöngerechnet, der Eingriff in Landschaft und Natur erheblich. Und viele Fragen – zu Lärmschutz, Wassermanagement, Sicherheit oder Erreichbarkeit – bleiben unbeantwortet.
Die Politik bittet um Vertrauen. Wir sagen: Vertrauen braucht Transparenz – und die fehlt.