Das Dünningsbruch ist nicht einfach nur ein ungenutztes Gelände – es ist ein lebendiger Rückzugsraum mit vielfältigen Funktionen für Wildtiere. Besonders an heißen Sommertagen wird seine Bedeutung noch viel größer:
🌿 Kühlung und Feuchtigkeit
- Das Gebiet speist mehrere natürliche Quellen, die kontinuierlich Wasser führen.
- Die Feuchtigkeit der Böden und die Verdunstung der Pflanzen senken lokal die Temperatur spürbar – ein Effekt, der als Kaltluftentstehung bezeichnet wird.
- Für Amphibien wie Frösche, Molche und Kröten sind diese feuchten Zonen überlebenswichtig, da sie ohne kühlende Wasserstellen schnell austrocknen.
🌳 Schattenspender und Rückzugsraum
- Bäume, Sträucher und dichte Vegetation spenden Schatten. Gerade in den Mittagsstunden ziehen sich Tiere dorthin zurück, um der direkten Sonne zu entkommen.
- Bodenlebewesen, Igel, Rehe und Vögel finden in Hecken und Gehölzen Schutz vor Überhitzung und Fressfeinden.
💧 Trinkwasserquelle in Trockenperioden
- Während umliegende Gräben und Pfützen austrocknen, bleiben Quellaustritte und feuchte Senken im Dünningsbruch länger erhalten.
- Sie sind damit lebenswichtige Wasserstellen – nicht nur für Kleinsäuger und Insekten, sondern auch für größere Tiere wie Rehe.
🦋 Artenvielfalt durch Mikroklima
- Durch die Kombination aus Feuchtigkeit, kühleren Zonen, alten Bäumen und Wildwuchs entsteht ein Mosaik aus Mikrohabitaten.
- Gerade in Hitzesommern finden hier spezialisierte Insekten und seltene Amphibien letzte Rückzugsräume.
Fazit:
An heißen Tagen wie derzeit kann das Dünningsbruch für viele Tierarten überlebenswichtig sein. Es dient:
✅ als kühler Rückzugsort,
✅ als dauerhafte Wasserquelle,
✅ als Nahrungs- und Brutraum,
✅ als Verbindungskorridor zu anderen Lebensräumen.
Wenn solche Gebiete verloren gehen oder versiegelt werden, fallen diese Funktionen ersatzlos weg. Deshalb ist es für die Tierwelt – besonders unter den Bedingungen des Klimawandels – ein unverzichtbares Refugium.