Im Hochschulviertel Hagens rückt der Dünningsbruch immer wieder in den Fokus öffentlicher Debatten. Das etwa sechs Hektar große Naturareal grenzt unmittelbar an den Fleyer Wald und zeichnet sich durch alte Stieleichen, Feuchtbiotope sowie vielfältige Tier- und Pflanzenarten aus – darunter möglicherweise auch geschützte Arten wie die Haselmaus, der Rotmilan oder Fledermäuse.
Während die Stadt Hagen in ihrem integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) eine zukünftige Nutzung des Areals für den Wohnungsbau in Betracht zieht, regt sich auf Seiten von Naturschützern und Bürgerinnen und Bürgern zunehmender Widerstand. Denn: Eine konkrete Bebauung ist zwar noch nicht beschlossen, doch die planerische Öffnung solcher Flächen führt aus Sicht vieler Kritiker zu irreversiblen Vorfestlegungen – zu Lasten der Natur.
Franco Cassese von der Biologischen Station Hagen betont die ökologische Bedeutung des Gebiets. Die Sorge ist groß, dass die Fläche durch administrative Vorentscheidungen langfristig ihrer ökologischen Funktion beraubt werden könnte. Deshalb fordern Umweltakteure eine frühzeitige und transparente Diskussion über die Zukunft des Dünningsbruchs – unter Einbeziehung des Bürgerwillens und der naturschutzfachlichen Expertise.
Das war im Jahr 2021 und ist aktueller denn je! Sehen Sie selbst: