Die Initiative Lebensraum Dünningsbruch begrüßt die Überlegungen zur Neuordnung der Hagener Bildungsstandorte. Ein gemeinsamer Bildungs- und Innovationscampus an der FernUniversität könnte nicht nur neue Perspektiven für Schulen und Hochschulen schaffen, sondern auch eine Alternative zum geplanten Gesamtschulneubau im Dünningsbruch eröffnen.
Eine neue Idee mit Potenzial für ganz Hagen
Die Westfälische Rundschau berichtet am 23. Oktober 2026 über Überlegungen der Stadt Hagen, die Bildungslandschaft grundlegend neu zu ordnen.
Im Mittelpunkt steht die Idee, die beiden Cuno-Berufskollegs und die Fachhochschule Südwestfalen perspektivisch auf dem Campus der FernUniversität Hagen zusammenzuführen. Dort könnte ein Bildungs- und Innovationscampus entstehen, der berufliche Ausbildung, Studium, Forschung und Weiterbildung stärker miteinander verbindet.
Besonders interessant ist die mögliche Folge für die geplante vierte Gesamtschule:
Sollte die Fachhochschule ihren bisherigen Standort an der Haldener Straße verlassen, könnten die frei werdenden Gebäude gemeinsam mit den Flächen der ehemaligen Frauenklinik an der Berchumer Straße für eine neue Gesamtschule genutzt werden.
Damit eröffnet sich eine Perspektive, die bisher scheinbar gegensätzliche Interessen miteinander verbinden könnte: Zusätzliche Schulplätze schaffen und gleichzeitig den Naturraum Dünningsbruch erhalten.
Wir begrüßen und unterstützen diesen Ansatz ausdrücklich
Als Initiative Lebensraum Dünningsbruch setzen wir uns seit Beginn für eine sachliche Prüfung der geplanten Bebauung und möglicher Alternativen ein.
Dabei ging es uns nie darum, notwendige Investitionen in Bildung grundsätzlich infrage zu stellen. Unser Anliegen ist es, tragfähige Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Stadt ebenso gerecht werden wie dem verantwortungsvollen Umgang mit bestehenden Gebäuden, Flächen und natürlichen Ressourcen.
Die jetzt diskutierte Standortlösung greift genau diesen Gedanken auf.
Wir begrüßen ausdrücklich, dass Oberbürgermeister Dennis Rehbein und die beteiligten Hochschulen gemeinsam neue Wege prüfen und dabei über einzelne Standorte hinausdenken.
Eine solche Neuordnung könnte Synergien schaffen, bestehende Infrastruktur sinnvoll weiterentwickeln und mehrere Herausforderungen der Stadt in einem größeren Zusammenhang lösen.
Eine Chance für den Dünningsbruch
Für unsere Initiative ist insbesondere die mögliche Nutzung des bisherigen Fachhochschulstandorts von Bedeutung.
Wenn sich dort eine bedarfsgerechte Gesamtschule realisieren ließe, könnte auf die geplante Bebauung des westlichen Dünningsbruchs verzichtet werden.
Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Erhalt eines wertvollen Natur- und Landschaftsraums.
Zugleich könnte die Stadt zeigen, dass die Weiterentwicklung ihrer Bildungsinfrastruktur und der Schutz vorhandener Freiräume keine Gegensätze sein müssen.
Jetzt kommt es auf eine sorgfältige Umsetzung an
Natürlich ist die vorgestellte Perspektive noch keine beschlossene Lösung.
Die Verfügbarkeit der Gebäude, ihre bauliche Eignung, die Finanzierung und die Abstimmung mit dem Land Nordrhein-Westfalen müssen geklärt werden. Auch die zeitliche Abfolge der einzelnen Standortwechsel stellt hohe Anforderungen an die Planung.
Gerade deshalb kommt es jetzt darauf an, die Möglichkeiten ernsthaft und ergebnisoffen zu prüfen.
Ein Vorhaben dieser Größenordnung benötigt eine koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten, nachvollziehbare Entscheidungen und einen realistischen Umsetzungsplan.
Offene Fragen sind dabei kein Argument gegen die Idee, sondern Aufgaben, die es gemeinsam zu lösen gilt.
Unser Angebot: Konstruktiv mitwirken
Wir möchten diesen Lösungsweg ausdrücklich unterstützen.
Sollten wir als Initiative oder persönlich dazu beitragen können, Gespräche zu fördern, Perspektiven zusammenzuführen oder die weitere Entwicklung konstruktiv zu begleiten, stehen wir dafür gerne zur Verfügung.
Wir sehen in der neuen Standortperspektive eine echte Chance für Hagen – für moderne Bildungseinrichtungen, eine zukunftsfähige Stadtentwicklung und den Erhalt des Dünningsbruchs.
Unser Wunsch ist, dass aus dieser Chance eine tragfähige Lösung wird.
Denn am Ende sollte nicht entscheidend sein, welcher Standort ursprünglich vorgesehen war, sondern welche Lösung für Hagen langfristig die beste ist.
Hintergrund und weiterführende Berichterstattung
Westfälische Rundschau, Martin Weiske, 23. Oktober 2026:
- Neuer Cuno-Standort: Diese Idee löst sieben Hagener Probleme
- Hagens großes Bildungskarussell: Bitte nicht gleich wieder kaputtreden (Kommentar, 23. Oktober 2026)
Initiative Lebensraum Dünningsbruch
Für eine sachliche, transparente und zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Hagen.