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Bürgerbeteiligung im Dünningsbruch

Warum das Verfahren jetzt erst richtig beginnt

Mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB und der parallelen Beteiligung der Behörden tritt das Projekt in eine neue Phase ein.

Offiziell geht es um Information. Tatsächlich zeigt sich bereits jetzt:

Das Projekt wird komplexer.
Das Projekt wird teurer.
Und das Projekt wird konfliktbehafteter.


Neue Dimension: Risiken für bestehende Gebäude

Ein Aspekt rückt dabei zunehmend in den Fokus – und wurde lange kaum öffentlich diskutiert:

Mögliche Auswirkungen auf bestehende Gebäude im Umfeld.

Die vorliegenden Baugrunduntersuchungen zeigen:

  • sehr feste Boden- und Felsstrukturen
  • teilweise früh anstehendes Festgestein
  • erschwerte Sondierbarkeit und begrenzte Datentiefe

Was zunächst technisch klingt, hat eine klare Konsequenz:

Die Bauausführung wird aufwendig.

Und genau hier entsteht ein neues Risikofeld.

Je nach gewählter Bauweise können erforderlich werden:

  • schwere Erdarbeiten
  • tiefgreifende Eingriffe in den Baugrund
  • ggf. Maßnahmen mit starken Erschütterungen

Das führt zu einer Frage, die für Anwohner unmittelbar relevant ist:

Welche Auswirkungen hat das auf die bestehende Bebauung?

Mögliche Folgen – je nach Bauverfahren:

  • Setzungen im Untergrund
  • Rissbildungen an Gebäuden
  • Beeinträchtigungen durch Erschütterungen

Noch gibt es darauf keine abschließenden Antworten.

Aber genau das ist der Punkt:

Das Risiko ist erkennbar – die Bewertung steht noch aus.


Ein Verfahren mit offenen Flanken

Der aktuelle Sachstand bestätigt:

  • Wichtige Gutachten fehlen noch (z. B. Verkehr, Schall)
  • Bestehende Untersuchungen sind teilweise nur begrenzt tiefgehend
  • Zentrale Wechselwirkungen werden erst im weiteren Verfahren bewertet

Das bedeutet:

Die Bürgerbeteiligung findet statt,
bevor viele dieser Fragen abschließend geklärt sind.


Naturraum, Baugrund, Umfeld – alles hängt zusammen

Gleichzeitig zeigt sich die Komplexität im Zusammenspiel:

  • ökologisch wertvolle Flächen mit relevanten Arten
  • anspruchsvolle Baugrundverhältnisse
  • direkte Nähe zu bestehender Wohnbebauung

Diese Kombination ist kein Standardfall.

Sie erhöht:

  • den Planungsaufwand
  • die Genehmigungsanforderungen
  • und das Konfliktpotenzial

Bürgerbeteiligung: Der Moment der Realität

Formal ist die Beteiligung ein Verfahrensschritt.

Faktisch ist sie der Moment, in dem sichtbar wird:

  • welche Risiken bislang unterschätzt wurden
  • welche Fragen noch offen sind
  • und welche Auswirkungen das Projekt tatsächlich haben kann

Gerade Themen wie:

  • Gebäudeschäden
  • Wasserhaushalt
  • Artenschutz

werden jetzt konkret.


Fazit

Die Entwicklung ist klar erkennbar:

Was als Schulbauprojekt gestartet ist,
entwickelt sich zu einem komplexen Eingriff mit weitreichenden Folgen.

Und dazu gehören inzwischen nicht nur Kosten und Umweltfragen.

Sondern auch die berechtigte Sorge:

Was passiert mit den bestehenden Gebäuden im Umfeld?

Diese Frage gehört in den Mittelpunkt der weiteren Diskussion.

Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.

Sehen wir uns am Montag den 13.04.2026 um 16:00 Uhr im Ratssaal im Rathaus an der Volme (Bauteil A), Rathausstraße 13?

Weitere Informationen und mögliche digitale Abgabe der Stellungnahme unter:

www.beteiligung.nrw.de/portal/hagen/beteiligung/themen

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist vom 23.03.2026 bis einschließlich 23.04.2026.