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Die grüne Heuchelei in Hagen: Klimaschutz predigen, Naturzerstören beschließen

Es ist Wahlkampf in Hagen – und die Grünen zeigen sich wieder einmal von ihrer besten Seite. Entlang der Feithstraße in Sichtweite des Dünningsbruchs mahnen sie mit großen Lettern: „Klimaschutz jetzt!“ und „Macht Bäume wahr“. Klingt nach Haltung, klingt nach Konsequenz. Doch wer genauer hinsieht, erkennt den blanken Hohn. Denn die Wahrheit sieht anders aus – und sie ist eine schallende Ohrfeige für alle, die auf ehrliche Umweltpolitik hoffen.

Denn nur wenige hundert Meter entfernt haben eben diese Grünen im Rat der Stadt Hagen für ein Projekt gestimmt, das mit echtem Klimaschutz nichts zu tun hat: den Ladepark an der Bechumer Straße. Sechs Ladesäulen sollen entstehen – dafür müssen rund 150 Quadratmeter Wald gerodet werden, eine Quelle wird versiegelt und der Landschaftsplan bewusst verletzt. Ein ökologischer Preis, der in keiner Relation zum Nutzen steht.

Und genau dort, in unmittelbarer Nähe zu dieser geplanten Rodung, prangt nun ein Wahlplakat der Grünen mit der Botschaft: „Macht Bäume wahr.“ Zynischer kann Politik kaum sein – erst den Kahlschlag abnicken und dann am Tatort mit grüner Werbefolie das Gegenteil versprechen.

Doch damit nicht genug: Mit voller Zustimmung der Grünen soll am Dünningsbruch das passieren, was jede ehrliche Umweltpolitik verhindern müsste – die größte Flächenversiegelung in einem hochsensiblen Gebiet seit Jahren. Der Bau einer Gesamtschule samt geplanter Wohnbebauung. Mit diesem Schritt wird die letzte Frischluftschneise für die Innenstadt zubetoniert – ein klimatisches Schutzsystem, das Hagen dringend braucht. Fachliche Warnungen? Planerische Hinweise? Alles ignoriert. Und die Grünen? Sie stimmen mit.

Und genau dort hängt dann ihr Plakat: „Mal wieder Hitzesommer – Klimaschutz jetzt!“ Das ist nicht nur widersprüchlich, das ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürgerinnen und Bürger. Denn genau diese Politik ist es, die den nächsten Hitzesommer noch schlimmer macht. Es ist die Verhöhnung der eigenen Wähler.

Wer noch einen Beweis für das doppelte Spiel der Grünen in Hagen benötigt, muss nur die Feithstraße entlanggehen – in Sichtweite des Dünningsbruchs. Dort hängt die grüne Moralkeule auf Pappe: „Klimaschutz jetzt“ und „Macht Bäume wahr“. Und gleichzeitig wird im Rat die Axt an genau diese Bäume gelegt.

Das ist das wahre Gesicht der Grünen in Hagen: Klimaschutz auf dem Papier, Naturzerstörung in der Praxis. Auf der Straße die großen Versprechen, im Rat das Abnicken von Rodung, Versiegelung und Beton.

Hagen braucht endlich eine ehrliche Debatte über nachhaltige Stadtentwicklung – keine Werbefolien, die am nächsten Laternenmast hängen, während im Rathaus die nächsten Flächen geopfert werden. Wer das Klima ernst nimmt, darf sich von diesen Plakaten nicht länger täuschen lassen.

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